Voraussichtlich Schnellladepflicht in Spanien ab 2023

Ladeinfrastruktur

Ein kürzlich veröffentlichter Vorschlag des spanischen Umweltministeriums sieht eine Pflicht für Tankstellen vor, Schnellladesäulen für Elektroautos zu errichten. Dieses Gesetz nähme zunächst rund 1.000 Großtankstellen in die Pflicht, ab 2023 mindestens einen Schnellladepunkt an ihren Standorten zu integrieren.

Als Großtankstelle gilt dabei jede Tankstelle, die mehr als fünf Millionen Liter Treibstoff pro Jahr absetzt. Sollte dieser Grenzwert in einer Region von keiner Tankstelle erreicht werden, wird die Tankstelle mit der höchsten Absatzmenge dazu verpflichtet, der Anweisung nachzukommen.

Tankstellen die im Jahr 2019 mehr als 10 Millionen Liter unter die Autofahrer brachten, müssten bereits im Februar 2023 eine Schnellladesäule mit mehr als 150 kW Ladeleistung installiert haben. Dies betrifft rund 20 Prozent der Großtankstellen. Die restlichen Betreiber haben bis zum August 2023 Zeit, ihr Ziel zu erfüllen. Hier reicht bereits eine Leistung von 50 kW pro Schnellladepunkt aus. Ausnahmen werden lediglich bei fehlenden technischen Umsetzungsmöglichkeiten gemacht.

In Spanien spielen Tankstellen eine wichtige Rolle beim Ausbau der Elektroladeinfrastruktur. Beispielsweise haben der Energiekonzern Iberdrola und Tankstellenbetreiber Avia bereits 2020 bekanntgegeben, dass sie den Ausbau von 500 Schnellladesäulen an rund 100 Tankstellen vereinbart haben. Selbst der Erdölkonzern Repsol engagiert sich und plant circa 600 Ladestationen in Spanien und Portugal zu errichten.

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