Audi-Chef wirbt offensiv für Verbrenner-Aus

Bislang galt das Aachener Kolloquium als Showlaufen der Verbrennungsmotoren. Ingenieurinnen und Ingenieure präsentierten dort lange die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Benzin- und Dieselmotor. Einst wurden hier regelmäßig die stärksten und effizientesten Motoren vorgestellt. Nun nutzt Audi-CEO Markus Duesmann genau dieses Forum, um eine radikale Abkehr von der Verbrennertechnologie zu fordern und Audis konträre Position diesbezüglich zu untermauern.

Duesmann zufolge wirken Kohle, Erdgas und Erdöl ähnlich wie Drogen auf die Gesellschaft. Parallelen sieht er vor allem darin, dass sie leicht zu bekommen seien, abhängig machen und entstandene Schäden erst nach Abklingen des Rausches spürbar werden.

Auf Grund dessen, müsse es das gemeinsame Ziel der Industrie sein, bis zum Jahr 2040 vollständig auf den Einsatz fossiler Energieträger zu verzichten.

Für Audi bedeutet das konkret, ab 2026 keine neuen Verbrenner mehr vorzustellen und zu Beginn der 2030er Jahre nur noch Elektroautos zu verkaufen. Die proklamierte „Technologieoffenheit“ der FDP gegenüber Verbrennungsmotoren, die mit synthetischen Kraftstoffen gespeist werden, sieht er kritisch. Denn schon jetzt seien Fahrzeuge, die mit Elektromotoren betrieben werden, ungefähr fünfmal so effizient wie das von der FDP angeführte Pendant.

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Foto von Grégory Costa von Pexels

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