Der menschliche Fahrer: Ein Auslaufmodell?

Laut einem Bericht des Marktforschungsunternehmen IDTechEx, das sich umfassend mit autonom fahrenden Autos, Robotaxis und Sensoren befasst, könnte bereits 2050 den Menschen das Steuern eigener Fahrzeuge komplett verboten werden. Gründe dafür sind Sicherheitsbedenken.

Autonom fahrende PKW und deren Systeme entwickeln sich stetig weiter. Es wird erwartet, dass sie bereits in weniger als drei Jahren  die Fahrsicherheit menschlicher Fahrer überschreiten. Im Jahr 2040 könnten Kollisionen auf der Straße dann bereits ein Relikt der Vergangenheit sein.

Betrachtet man die Geschichte des Autofahrens, ist auffällig, dass Restriktionen immer umfassender wurden. Von Geschwindigkeitsbegrenzungen, über vorgeschriebene Sitzgurte bis hin zu verkehrsberuhigten Straßen oder ganzen Stadtgebieten. All diese Maßnahmen dienen der zusätzlichen Sicherheit der Passanten und anderen Verkehrsteilnehmer. Zudem werden immer mehr Zonen ausgewiesen, die ausschließlich mit emissionsarmen Fahrzeugen befahren werden dürfen. Dieses Vorgehen dient wiederum dazu, die Luftqualität zu verbessern und Emissionen zu begrenzen.

Da sich die Systeme autonom fahrender Autos ständig weiterentwickeln, könnten restriktive Stadtzonen sogar in Areale umgewandelt werden, in denen nur autonome Fahrzeuge erlaubt sind. Sollte sich dieser Trend verstärken, scheint selbst eine Zukunft, in der Menschen ihr Auto überhaupt nicht mehr selbst steuern dürfen,  möglich. Das Resultat: Autofahren könnte sich zu einem Sport wandeln, der nur noch auf Rennstrecken praktiziert werden darf.

Eine weitere Beobachtung, die auf solches Verbot hindeutet, ist die Tatsache, dass durch neue Technologien stets Änderungen in der Verkehrswelt eingetreten sind. Schnellere Fahrzeuge führten zu Geschwindigkeitsbegrenzungen und Handys dazu, dass deren Nutzung während des Fahrens untersagt wurde. Daher scheint es möglich, dass die Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens dazu führen, dass Menschen bald die Kontrolle über ihr Fahrzeug  entzogen wird. Als weiteres Manko menschlicher Wesen gilt die verlangsamte Fähigkeit Daten zu erfassen, zu verarbeiten und dies ohne Fehler durchzuführen. Sie liegt weit hinter der eines Computers, der ausschließlich zu diesem Zweck konstruiert und programmiert wurde.

Heute sind die Systeme der größten Hersteller, die sich mit dem autonomen Fahren beschäftigen, bereits so weit fortgeschritten, dass sie das Fahrzeug im Durchschnitt 30.000 Meilen kontrollieren, ohne dass ein Mensch eingreifen muss. IDTeckEx geht davon aus, dass sich diese Strecke fortan jedes Jahr verdoppeln wird. Im Jahr 2050 könnte dann die Mobilitätsnachfrage der kompletten Menschheit bedient werden und dies mit weniger als einem Unfall pro Jahr.

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