Mit dem autonomen Minibus durch Karlsruhe

Seit Ende April können Bürger*innen eines Stadtteils in Karlsruhe kostenlos einen von drei autonomen, emissionsfreien Nahverkehrs-Minibussen nutzen. „EVA -Shuttle“ (EVA =elektrisch, vernetzt, automatisiert) bietet Platz für bis zu sechs Personen und nimmt am normalen Straßenverkehr teil. Die Bestellung erfolgt on-demand via App und ist innerhalb des Versuchs-Quartiers barrierefrei bis zur Haustür oder zu den virtuellen Haltestellen möglich. Dank eines intelligenten Algorithmus werden Fahrgemeinschaften gebildet.

Das Forschungsprojekt hat bereits eine intensive Erprobungszeit insbesondere hinsichtlich des Sicherheitskonzepts für autonomes Fahren hinter sich. Nun ist der Service bis Juni 2021 für den Publikumsverkehr kostenlos testbar.
Für das Projekt entwickelte das FZI Forschungszentrum Informatik innovative Algorithmen zur Entscheidungsfindung, sodass sich die Fahrzeuge frei innerhalb der Fahrbahngrenzen bewegen können. Mithilfe einer eingebauten Sensorik können die Fahrzeuge eigenständig auf verschiedene Verkehrssituationen im innerstädtischen Mischbetrieb reagieren.

Neben dem FZI sind die Robert Bosch GmbH, TÜV Süd Auto Service GmbH und Deutsche Bahn Tochter ioki GmbH an dem Projekt beteiligt. Betrieben werden die EVA-Shuttles von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe. Ein Mitarbeiter des KVV Karlsruher Verkehrsverbund befindet sich derzeit – trotz autonomen Fahrbetriebs – sicherheitshalber an Bord.

Karlsruhe ist eine der Vorreiterstädte innovativer ÖPNV-Lösungen. Diese können ein Schritt sein, um neue Nutzergruppen für den ÖPNV zu gewinnen und damit einen wertvollen Beitrag für eine grünere Stadt zu leisten. Mit EVA-Shuttle wurde ein gut zugängliches Forschungsumfeld mit Realbedingungen geschaffen.

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